Für Johanna
Ich will Dich nicht gehorsam, gezähmt und verbogen,
Sonst fühlte auch ich mich getäuscht und betrogen.
Will durch Dich niemand anderes sehen als nur
Johanna, authentisch und pur.
Ich gönn Dir den Blick vom Drahtseil herab,
Riskier, was Du willst, auch wenn Bedenken ich hab.
Ich gönn Dir das Eis solang's Dir gefällt,
Doch bete ich, dass es Dich hält.
Ich weiß zwar viel, doch erlebst Du es als Pflicht,
Mit mir zu reden, dann stimmt etwas nicht.
"Wissen" heißt nicht "erfahren" und zudem ist ein Flug
Ins Licht auch lehrreich genug.
Streck Dich aus nach den Sternen, grüß sie von mir.
Wenn Du wächst und doch Du bleibst, freu ich mich mit Dir,
Doch zu "mein" und zu "Dein" find ich die Theorie interessanter:
Wir sind eins und gehören einander.
Und zum Thema "Blicke" will ich Dir sagen:
Sie gelten meist nicht Deinem Saum oder Kragen.
Lass mich Deine Seele sehn, durch Fliehn wirst Du bloß
Das Gefühl von Fremdheit nicht los.
Ich hab Dich längst gefunden, doch nicht Dich erbeutet,
Mich an Dich gebunden, doch ich fessle Dich nicht.
Ach wüsstest Du nur, was mir Deine Freiheit bedeutet,
Doch dafür braucht's wohl ein weitres Gedicht.
Sorry, dass ich mich von Sissis Lied hier entferne,
Doch eine Antwort hätt ich noch gerne:
Trägt nicht eins Deiner T-Shirts die Schrift: "Tout pour toi"?
Donc tu es mon, n'est-ce pas?!
Ich biete Dir Freundschaft an und das umfasst,
Dass Du LEBEN und FREIHEIT im Überfluss hast.
Doch jeder von uns hat viel zu verlieren,
Also lass uns, Johanna, der Welt demonstrieren,
Dass sich Liebe und Freiheit nicht stören,
Sondern zusammengehören.