September 2014

Verehrte Johanna,

mir nahestehende Personen haben in den vergangenen Monaten überdeutlich zum Ausdruck gebracht, wie sie selbst stufe auch Deine Familie diese Website in der Nähe von Stalking ein - vielleicht nicht im rechtlichen Sinne, aber zumindest im moralischen. Damit beeinträchtige die Website verschiedene Beziehungen. Und - was mich mehr bewegt, als wie anfällig andere ihre Beziehungen machen - sie schließen daraus, dass auch Du diese Sichtweise wählst.

Als Antwort darauf scheinen mir Worte des Psychologen Abraham Maslow passend: "A musician must make music, an artist must paint, a poet must write, if he is to be ultimately at peace with himself. What a man can be, he must be. He must be true to his own nature". Aus Freude über die hier postulierte Legitimation durch "being true with one's own nature" (die ich selbstverständlich nicht als Legitimation für wirkliches Stalking missdeute) lege ich gleich noch mal nach mit dem Anfang von etwas schon länger Angekündigtem:

Seit ich sie gesehen,
fühl ich sehend mich,
hat mein Gefühl, mein Blick
noch geweitet sich.
Wie der Sonne Glühen
Abendrot erschafft,
beleuchtet sie in mir
alles zauberhaft.

Vieles wirkt jetzt bunter,
mit mehr Sinn verziert,
"Schönheit dieses Lebens"
ist neu definiert.
Ich könnt nur noch dichten,
juble innerlich;
seit ich sie gesehen,
fühl ich sehend mich.
Sonnenuntergang

Stell Dir vor, Johanna, Du badest in einem Meer von schönen Gedichten. Diese Website soll ein Zufluss sein zu diesem Meer. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das Kreativste, was Dir dazu einfällt, ist, das zu Stalking zu degradieren. Täusch ich mich da etwa?

Daring to dream

Andreas

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