Fremde oder Freunde
Wie ist das passiert,
ich bin irritiert.
Ob das ein Zauber ist?
Ich schrieb nur diesen Brief,
jetzt spür ich intensiv,
dass Du nah bei mir bist.
Ich hatte Freundschaft Dir
geboten, denn bei mir
hat's länger schon gefunkt.
Doch war die Frage, wer
ich wirklich bin, nicht der
perfekte Ausgangspunkt?
Fremde oder Freunde,
was sind denn wir zwei?
Sag, wie willst, Johanna,
Du denn, dass es sei?
Ich weiß, zu den Sternen
findest Du allein,
doch können Dir die Sterne
Ersatz für Freundschaft sein?
Fremde oder Freunde?
Die Frage ist gestellt,
und nur wir entscheiden,
was uns mehr gefällt.
Soll ich Dir verraten
wie mein Herz ... - ach nein,
nach diesem Brief kommst darauf
Du vielleicht allein.
Freundschaft heißt für mich,
dass ich schätze Dich
und oft an Dich denk.
Sie soll Dir nicht ein
Sack voll Pflichten sein,
sondern ein Geschenk.
Leb ganz nach Deiner Wahl,
als wär es Dir egal,
ob ich nach Dir mich sehn.
Das, was ich irgendwann
für uns zwei will, das kann
aus Freiheit nur entstehn.
Fremde oder Freunde?
Die Frage steht im Raum.
Wie lautet Deine Antwort?
Was ist denn Dein Traum?
Du und ich verbunden
einander zugewandt
voll Nähe und Vertrauen
oder nur bekannt?
Fremde oder Freunde?
Ich stell die Frage Dir:
Willst Du unsre Freundschaft?
Komm, gib Dein Ja-Wort mir.
Ich träum schon mal davon,
dass Du die Chance erkennst
und mich von nun an nicht mehr
einen "Fremden" nennst.
(Dank für Melodie und Vorlage an Dieter Thomas Kuhn, der es von Howard Carpendale hat, der es wiederum von King Clave hatte.)