Sommer 2021
besonders reizen mich Lieder dazu, mit ihrem Text zu spielen, die aus der kurzsichtigen Sicht heraus geschrieben sind, ein Mensch oder eine Beziehung könne etwas anderes, als etwas ganz Besonderes sein. Oder aus der Sicht, es könne in Beziehungen zwischen solchen Besonderen der Punkt kommen, an dem „all said and done” und es nicht länger sinnvoll sei, die Gemeinschaft zu suchen. Auch diesmal habe ich uns/Dir/mir (Du darfst Dir aussuchen, was Du hier lieber lesen willst – es ist eh dasselbe) einen Klassiker zurechtgebogen, der etwas Schlagseite in diese Richtung hat. Ursprünglich wollte ich mehr auf den Originaltext eingehen und betonen, dass zwischen jetzt und „all is said and done” nicht weniger als die unerreichbare Unendlichkeit steht, aber dann hat es sich (wieder mal) in eine etwas andere Richtung entwickelt. Was nicht bedeutet, dass unsere Erdenzeit nicht kostbar ist – fast zu kostbar, um sie mit Wiederholungen auszufüllen. Deshalb könnte man statt Wiederholung der letzten beiden Zeilen auch singen:
Live is go(o)d and not a thing that once will have been gone,
Nor will we ever reach a point where all is said and done.
So, nach dem Paradoxon von Schlusszeilen, die besagen, dass es sowas wie einen Schluss nicht gibt, hier der Vorspann dazu:
Birds of Passage
Life is good, yours and mine, yet let me accent this:
Deep inside both of us can hear the call of bliss.
Birds of passage? Yes, we are,
But can't drift off too far
From each other without getting into inner storms,
Having troubles to hold course and dodge the spiky thorns.
Use your wings, touch the stars, be brilliant, give encore.
You are blessed as I am, there's no barrier to more.
What was it that your soul found worth
To spend some years on earth?
Do not let the thought it wasn't your choice damp your zeal;
What if not what gives you verve could be the really real?
There are scenes, ripe for stage, expressions of delight.
Nobody was prepared like us to play them right.
When if not now? Who if not we?
But feel completely free –
There's a kingdom within us, at call for those who know:
Freedom is the only ground on which the true can grow.
Blue skies!
Andreas