7. Februar 2020

Intensive Gefühle auslösende Johanna,

aus gegebenen Anlass geht das Februargedicht diesmal ein paar Tage früher online.


Ach ich liebe, kenn den Schmerz, doch
birst mein Herz oft fast vor Glück;
kehre, wollte, könnte nie zum
Dich-nicht-Lieben mehr zurück.

Wen(n) Du einmal so geliebt hast,
liebe weiter, lieb noch mehr;
willst Du Dich nicht selbst verlieren,
gib die Liebe nie mehr her.


Ich lade Dich ein, Dein Lieben, ähnlich wie Dein Singen, als Kunst anzusehen, die Dich adelt, die Dich ziert, die zum Ausdruck bringt, die definiert, wer Du bist; als etwas, das es zu erweitern oder zumindest in jedem erreichten Zustand zu erhalten gilt; als etwas, das Dir zu wichtig ist, als dass Du in dieser Sache äußeren Faktoren oder gar äußerem Anschein Mitbestimmung einräumen würdest. Ich weiß, ich riskiere, dass Du mich für einen esoterischen Spinner halten könntest, wenn ich jetzt noch einen Schritt weiter gehe, aber ich tue es trotzdem und sage dasselbe nochmal so: Ich lade Dich ein, Dein Lieben als etwas anzusehen, das Du bist, aber das Du gewählt hast, teilweise zu vergessen, um es neu entdecken zu können. Jetzt bist Du dabei, es wieder schubweise neu zu entdecken. Es war nie nicht existent, aber es war ver-deckt und wenn Du es jetzt ent-deckst, fühlt sich das gut für Dich und andere an. "Natürlich" kannst Du Deine Natur oder Dich selbst nicht wirklich "verlieren", aber Du könntest wichtige Aspekte davon erneut vergessen, und dann fühlt sich alles weniger gut an. Was Du also entdeckt hast, das genieße und bewahre im Sinn und lass es nicht zurückdrängen oder in Abrede stellen von Umständen oder solchen, die im Vergessen verweilen. Das hört sich vielleicht nach einem Ratschlag an, aber es ist eher eine Erfahrung, die ich mit Dir teilen will. Ich sehe mein Lieben so und - was Dich vielleicht mehr überzeugt - Gott sieht (sein) Lieben so.

Ebenso viel Freude und Energie und Erfolg wie beim Dich-Weiterentwickeln im Singen auch für das Dich-Weiterentwickeln im Lieben wünscht Dir

Andreas

achichliebe

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